Grundlagen Wertpapiere: 7. Fazit

Der Stein der Weisen für die Geldanlage

 
Nachdem in den vorangegangen Beiträgen mit Aktien, Fonds und Anleihen verschiedene Instrumente zur Geldanlage beleuchtet, die Begriffe Index und ETF erläutert und auch die Risiken der Geldanlage und der Umgang mit diesen gewürdigt wurden, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, daraus ein Fazit zu ziehen.

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland, wird die umlagebasierte, gesetzliche Rentenversicherung vorrausichtlich nicht ausreichen, um unseren Lebensstandard im Alter zu sichern. Es ist daher unerlässlich, privat vorzusorgen und eine Rücklage für den Ruhestand zu bilden. Diese Ersparnisse müssen nicht  auf einem Konto rumliegen, bei dem es wenig Zinsen gibt. Man kann dieses Geld auch für sich arbeiten lassen.

Die Historie zeigt, dass Wertpapiere, insbesondere Aktien, dazu ein guter Weg sein können. Anleihen scheiden als attraktive Geldanlage aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus momentan aus. Wer bestimmte Regeln beachtet, kann mit Hilfe von Wertpapieren mehr aus seinen Ersparnissen machen und braucht sich um die Rente nicht zu sorgen.
 

Grundbedingungen

 
Grundbedingung für die Anlage in Wertpapieren ist ein langfristiger Zeithorizont: Wer in der Vergangenheit Geld für mindestens 15 Jahre in die Aktien des DAX angelegt hatte, hat im schlechtesten Fall nichts verloren. In der größeren Zahl der Fälle jedoch, betrug die jährliche Rendite zwischen 6 und 9%.

Um die Bedingung der Langfristigkeit erfüllen zu können, empfiehlt es sich nur Geld anzulegen, bei dem man notfalls erhebliche Verluste bis hin zum Totalverlust verkraften kann, und das man für einen so langen Zeitraum nicht braucht.

Außerdem sollte man sein Geld getreu dem Motto „Nicht alle Eier in einen Korb“ auch nicht in Einzelaktien investieren. Zur Diversifizierung erweisen sich Fonds als praktische Instrumente.
 

Risikomanagement

 
Langfristig haben sich Fonds mit, gemessen an der Kapitalisierung, kleineren Unternehmen als gute Wahl herausgestellt. Fonds, die diese Art von Unternehmen beinhalten gibt es nicht nur als aktiv gemanagte Produkte. Es gibt Indizes, die Small- und Midcaps abbilden und entsprechend auch ETFs, die deren Entwicklung nachvollziehen. Im Universum der Fonds sind diese Indexfonds nicht nur aufgrund der im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds geringeren Verwaltungskosten attraktiv. ETF-Anteile können nämlich oft im Rahmen der Angebote von Direktbanken per Sparplan auch gänzlich ohne Ordergebühren gekauft werden.

Fragt bei Eurer Bank bzw. Eurem Berater also auf jeden Fall nach ETFs bzw. ETF Sparplänen!

Sparplan ist ein gutes Stichwort, denn durch den regelmäßigen, über die Zeit verteilten Kauf von Wertpapieren immer für den gleichen, festen Betrag, wird der Einstiegskurs geglättet und so das Timing-Risiko verringert.

Wer jetzt noch einen Stop-loss setzt, kann den Verlust, den er maximal in Kauf nehmen möchte, im Vorfeld ganz genau festlegen, obwohl das nicht notwendig ist, wenn die Grundbedingung der langfristigen Orientierung erfüllt ist.

Hier noch mal das Rezept für die erfolgreiche Geldanlage mit Wertpapieren in der
 

Zusammenfassung

 

  • Bedingungen
    • nur Geld investieren, das man nicht braucht;
    • langfristiger Anlagehorizont (min. 15 Jahre)
  • Depot eröffnen und Investments mit Hilfe von ETFs diversifizieren
  • Sparplan einrichten und automatisch regelmäßig für den gleichen Betrag ETF-Anteile kaufen
  • Nie verkaufen!

Ich hoffe mein kleiner Kurs zur Einführung in die Geldanlage hat Euch gefallen und ich würde mich freuen, wenn Ihr den unter Schnellstart beschriebenen Schritten folgt, um bald zu den 16% der Aktienbesitzer in Deutschland zu gehören. Vielen Dank für Euer Interesse und viel Erfolg bei der Geldanlage!

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